Telefongesellschaften verkaufen vertrauliche Kundendaten

Als der Mobilfunk-Konzern Telefonica 2012 ankündigte, auch in Deutschland die Daten der O2-Kunden zusammen mit der Marktforschungsfirma GfK zu Geld zu machen, brach ein Proteststurm los, der O2 und GfK schleunigst zurrückrudern lies (s. zB. hier: wiwo.de).

Jetzt kündigt auch AT&T an, ebenfalls die Verbindungsdaten zu verkaufen. AT&T geht dabei offenbar noch weiter und bietet explizit die Historie der Internet-Nutzung seiner Kunden an.

Ich bin überzeugt, dass dieser Vertrauensbruch sich nicht rechnen wird. Die Menschen geben ihre Daten nicht freiwillig an die Telefonkonzerne – es sind Nebenprodukte der Nutzung der Telekom-Dienste, für die die Nutzer Geld bezahlen.

Ich glaube, dass es nicht nur moralisch falsch ist, sondern tatsächlich wirtschaftlichen Schaden anrichten wird, wenn Menschen beginnen, ständig auf der Hut vor den Daten-Kraken zu sein. Daher gehen wir bei iognos einen anderen Weg: unseren Nutzern ist klar, was sie tun. Wir informieren sie ständig, welche Daten anfallen und was daraus gemacht wird.

Es ist nicht grundsätzlich falsch, Daten zu erheben. Aber es ist falsch, es im Verborgenen zu tun, erst recht, wenn die Nutzer keine Wahl haben.

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