Wearable Computers – Elektronik als Accessoir

Marc Benioff, CEO von Salesforce.com und sein Kollege von Oracle Larry Ellison sind überzeugt, dass sich das Internet der Dinge durchsetzen wird.

„Wir sind in der dritten Welle des Computerzeitalters.“ meint Benioff. Zuerst gab es Zentralrechner, die über Terminals gesteuert wurden, dann kamen die PCs, die über Netzwerk verbunden auf Datenbanken zugreifen. Die dritte Welle bedeutet die Vernetzung von Milliarden von Rechnern.

Marc Benioff unterstreicht seine Ausführung, indem er selbst zwei Computer am Armgelenk trägt: ein Jawbone Up und das Fitbit Flex – zwei typische Gadgets des Quantified Self. 

Indem immer mehr Meinungsführer wie Benioff und Ellison sich offen zum „Quantified Self“ bekennen, wird diese Bewegung – vor kurzem noch eine Nische für Nerds – zur Mode.

„Wearable Computers“ wie Jawbone UP oder Fitbit sind die nächsten Must-Have Accessoirs, in direkter Nachfolge des iphone.

Hier der Link auf den Artikel: Marc Benioff Loves Wrist Computers So Much He’s Wearing Two Right Now

Big Data: Herausforderungen und Chancen

9. Konferenz zu Internet, Recht und Politik in Barcelona

Gestern ging die neunte Konferenz „Internet, Law & Politics“ in Barcelona zu Ende. Diesjähriges Thema: „Big Data – Herausforderungen und Chancen“. Wichtigstes Thema: Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung und der entsprechende regulatorische und politische Rahmen dazu.

Der Konferenzband mit den Vorträgen steht online kostenlos zum download zur Verfügung: http://edcp.uoc.edu/symposia/idp2013/proceedings/

The Analytics Advantage – eine Studie von Deloitte Touche Tohmatsu

Basically, analytics is about making good business decisions. Just giving reports with numbers doesn’t help. We must provide information in a way that best suits our decision-makers.„, ein Zitat von einem HR Officer eines US Unternehmens.

Immer mehr Unternehmen gerade in den USA sehen die Relevanz von Data Analytics bei der Vorbereitung von strategischen Entscheidungen. Wo stehen die Unternehmen in Hinblick auf Data Analytics? Diese Frage stellte sich Deloitte und hat mehr als 100 Unternehmen in den USA, Kanada, China und UK befragt. Das Ergebnis ist nicht überraschend: Data Analytics ist ein großes Thema für viele Unternehmen und gewinnt immer mehr an Bedeutung.

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Quelle: Deloitte „The Analytics Advantage“, 2013

Ein guter Manager zeichnet sich dadurch aus, dass er Entscheidungen trifft. Wie zu erwarten erhoffen sich Unternehmen eine bessere Entscheidungsgrundlage mit Hilfe von Data Analytics. Für die Pflege von Kundenbeziehungen und bei der besseren Einschätzung von Geschäftsrisiken werden Daten immer mehr eingesetzt. Trefflich von einem Teilnehmer der Befragung formuliert:

There are now enough reasons for us to prove beyond all doubt that what we’ve always done, based on intuition, isn’t the best way to go.

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Quelle: Deloitte „The Analytics Advantage“, 2013

Der Großteil der Befragten sind überzeugt davon, dass Analytics die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens verbessern. Nur 3% gaben an, dass sie keinen Mehrwert darin sehen. Wenn Daten so eine große Rolle in Unternehmen spielen, stellt sich die Frage, wer sich damit in der Organisation beschäftigt.

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Quelle: Deloitte „The Analytics Advantage“, 2013

In der Regel befasst sich das Management Board (CEO, CFO, COO, usw.) mit aufbereiteten Daten. Kaum verwunderlich, denn diese Institution trifft bekanntlich die strategischen Entscheidungen einer Firma. Nicht überraschend dass auch Manager in der 2. Ebene, also Abteilungsleiter oder Geschäftsbereichsleiter sich auf Daten Analytics stützen.

Nun zur Kernfrage: wie fortgeschritten ist Data Analytics in den Unternehmen?

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Quelle: Deloitte „The Analytics Advantage“, 2013

Das Ergebnis ist ernüchternd. In vielen Unternehmen herrscht keine einheitliche Strategie beim Umgang mit Daten. Daten werden nicht zentral verwaltet und analysiert, auch die Verantwortung für diesen Bereich ist in vielen Unternehmen nicht eindeutig geregelt. Oft mangelt es an der passenden Technologie, um Data Analytics zu betreiben.

Fazit:

  • Data Analytics muss in Unternehmen gelebt werden und von den Führungspersonen voll unterstützt werden
  • Analytics soll Teil der strategischen Entscheidungsgrundlage werden
  • Analytics soll erweitert werden für Marketing und Kundenbetreuung
  • Analytics soll zentral verwaltet werden
  • Auch Analytics braucht eine klar ausformulierte Strategie

Hier können Sie eine Zusammenfassung der Studie vorgetragen von Tom Davenport, Professor von Harvard Business School und Berater von Deloitte Analytics ansehen.

Selbst die Franzosen werden offener in Hinblick auf Daten-Sharing

Wer hätte das gesagt, die prüden Franzosen gehen immer offener mit ihren Daten um. Laut einer Studie von IPG Mediabrands und Microsoft wären knapp 45% der Befragten in Frankreich bereit, Daten über ihr Kaufverhalten mit anderen zu teilen. Im Gegenzug erwarten sie nützliche Tipps und Empfehlungen. Auch für gezielte Werbung wären sie nicht abgeneigt.

48% der Befragten gaben an, dass sie einen Vorteil bei Kaufentscheidungen sehen, wenn sie ihre Datenidentität freigeben. Jedoch wären nur 36% der Konsumenten bereit, sich von Brands „tracken“ zu lassen, wenn ihnen ein besseres Kauferlebnis in Aussicht gestellt wird.

Diese Studie belegt wieder, dass Menschen offen für das Daten Sharing sind, wenn sie im Gegenzug einen Mehrwert sehen. Dies kann in Form eines nützlichen Feedbacks erfolgen aber auch durch gezielte Tipps und Empfehlungen für zukünftige Handlungen. Könnte diese Art der Incentivierung die Zukunft der Marktforschung sein?

Was Google, Facebook, Yahoo, Amazon und Apple über Sie wissen

Seitdem das Wissen um das US-amerikanische Überwachungsprogramm PRISM in der amerikanischen Bevölkerung angekommen ist, fangen auch die Amerikaner an, sich ernsthafte Gedanken zum Thema Datenschutz zu machen. Welche Daten aber können die Techgiganten Google, Facebook, Apple, Amazon und Yahoo sammeln? Das Unternehmen Baynote hat eine Infografik erstellt, welche diese Frage beantwortet.

So arbeiten beispielsweise Facebook, Amazon und Apple mit Gesichtserkennung. Und Facebook zieht alle Register, wenn es ums Datensammeln geht:

post-bigbrother-infographic

Vertrauen ist die wichtigste Voraussetzung für das Teilen von Daten

Die einen würden niemals Daten mit anderen Menschen teilen, für andere ist es selbstverständlich, auch intime Momente in Sozialen Netzwerken bzw. für Marktforschungszwecke bereitwillig zu kommunizieren. Generell lässt sich sagen: je älter der Mensch ist, desto geringer ist seine Bereitschaft zum Teilen – und vice versa. Sieht man jedoch genauer hin und fragt die Menschen nach ihren Einstellungen zum Thema Sharing, zeigt sich ein differenzierteres Bild. Eine aktuelle Studie von PriceWaterhouseCoopers bietet genauere Einblicke.

Consumers' Attitudes

 

73% der Nutzer sind bereit, Ihre Daten für Marktforschungszwecke zu teilen, wenn sie etwas dafür erhalten. In den meisten Fällen sind dies Rabatte auf Produkte wie Kinofilme, Theaterkarten oder Essensgutscheine. Aber auch nützliche Informationen wie Verkehrshinweise oder ortsbezogene Tipps motivieren Nutzer zum Daten Sharing. In Frankreich ist die Bereitschaft zum Teilen etwas geringer – aber immerhin 45% der Konsumenten teilen ihre Daten im Austausch mit besserer Werbung, wie IPG Mediabrands und Microsoft herausgefunden haben.

Auch die Frage, welche Daten geteilt werden, ist durchaus differenziert zu beantworten:

Willingness to share

 

Je persönlicher die Information ist, desto weniger bereitwillig wird sie geteilt: Geschlecht und Ehestand werden sofort bekanntgegeben, bei Informationen wie dem Web Browser Verlauf oder Dinge aus dem Privatleben agieren die Menschen zurückhaltender. Für die Forschung lässt sich insgesamt festhalten: wenn der Nutzer den Sinn in der Abgabe seiner Daten erkennt und er einen Nutzen daraus zieht, ist er bereit, seine Daten zu teilen. Dies ist eine klare Ansage: Sage mir, was Du mit meinen Daten  machst und gebe mir etwas dafür – dann bekommst Du meine Daten.

Big Data’s Top PE Investoren

Ich habe mich schon lange gefragt, wer die aktivsten PE Investoren im Bereich Big Data sind und wie viel Kapital bereits von professionellen Investoren für diesen Bereich zur Verfügung gestellt wurden. In einem etwas älteren Beitrag aus März 2013 auf CN Insights wurde ich endlich fündig. Die Zahlen sind beeindruckend.

Seit der Finanzkrise in 2008 wurden insgesamt mehr als 4,9 Mrd. USD im Bereich Big Data investiert – eine beträchtliche Summe, wenn man bedenkt, dass PE-Investitionen seit 2008 stark rückläufig sind. Hier sind die Top 20 Investoren:

Data Driven Marketing: Finde die Kunden, die Du überzeugen kannst!

Zu wissen, wie sich Kunden verhalten werden, ist das Eine. Diese Kunden ansprechen und davon überzeugen zu können, die Produkte des eigenen Unternehmens zu kaufen, ist das Andere. Nur zu wissen, wohin der Nutzer gleich klickt oder welche Richtung er in der Stadt einschlagen wird, ist für sich genommen noch keine wertvolle Information, meint Arjan Harding.

Der Marketing-Fokus sollte demnach auf diejenigen Nutzer gelegt werden, die sich überzeugen lassen, das eigene Produkt zu kaufen. Mit kombinierten Methoden aus Behavioral Science und Data Science, dem Persuasion Profiling, entstehen neue Möglichkeiten, überzeugbare Kundengruppen zu identifizieren: aus der sog. persuasion DNA des Nutzers lassen sich wertvolle Erkenntnisse wie beispielsweise das favorisierte Kommunikationsmittel herausfinden. Allein eine derartige Erkenntnis erhöht die Effektivität des Marketings signifikant.

Daten kartographiert: iPhone dominiert deutsche Großstädte

Gemeinsam mit Data Visualization Artist Eric Fischer hat das US-amerikanische Unternehmen MapBox eine Serie an interaktiven Karten veröffentlicht, welche auf der Nutzung von Twitter auf Smartphones basiert. Aus den Daten werden Smartphone-System und Standort zum jeweiligen Tweet gelesen.

Die Visualisierung dieser beiden Komponenten zeigt deutliche Unterschiede in der demografischen Nutzung von Smartphone-Systemen:

  • USA: besser verdienende Gesellschaftsschichten bevorzugen iPhone, weniger gut verdienende nutzen Android
  • Indonesien: Jakarta beweist sich als  Blackberry-Bastion
  • Deutschland: deutsche Großstädter setzen auf iPhone, wobei bevorzugt von Flughäfen und Bahnhöfen aus getwittert wird

Hier die „Smartphone-Karten“ von drei deutschen Großstädten:

Berlin:
post-mapbox-berlin

Frankfurt:
post-mapbox-frankfurt

München:
post-mapbox-münchen

Legende:

post-mapbox-legende

Internationale Städte werden bei Business Insider vorgestellt.